Erster Spatenstich am 17. September 2009

Erster Spatenstich zur Grundschule in der Niederheide 2009-09-17»Daß der Bürgermeister am 17. September 2009 selbst zur Schippe griff, um die Baugrube für die neue Grundschule in der Niederheide auszuheben hat nicht etwa Kostengründe, sondern stellt mit dem ersten Spatenstich den symbolischen Baubeginn dar. Ein richtungweisendes Projekt ist diese Schule für Hohen Neuendorf, denn sie beschreitet sowohl technologisch als auch von der räumlichen Voraussetzung für das Lernen neue Wege. Als sogenannte Plusenergieschule geplant und gebaut, soll sie übers Jahr betrachtet ihren Energiebedarf nicht nur aus Sonnenenergie und mittels eines eigenen Mini-Blockheizkraftwerkes selbst decken, sondern darüber hinaus noch Energie bereitstellen können, die ins öffentliche Netz eingespeist und entsprechend auch vom Energieversorger vergütet wird.

Fenster, Dämmung und eine raffinierte Lichtlenkung in diesem Gebäude sind so geplant, daß eine möglichst optimale Ausnutzung der von der Sonne kostenfrei gelieferten Wärme und des Lichts erfolgen kann. Das Vorhaben fand auch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie unterstützenswert und fördert den Einbau der zukunftsweisenden Technologien mit insgesamt 785 Tausend Euro aus dem Programm „Energieeffiziente Schule“ (EnEff-Schule).

Die Berliner Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin begleitet das Bauvorhaben wissenschaftlich. Damit ist unsere neue Grundschule eines von fünf bundesweit geförderten Modellprojekten und für Hohen Neuendorf ein wichtiger Schritt in eine ökologische Zukunft. Die Baukosten betragen insgesamt rund 12,3 Millionen Euro, davon fließen 1,25 Millionen in die Zukunftstechnologie. Die Schule in der Niederheide soll zeigen, daß auch kleinere Kommunen unter Zeitdruck und mit begrenzten finanziellen Mitteln sehr wohl in der Lage sind, ökologische Musterprojekte erfolgreich umzusetzen.

Trotz der hohen Ansprüche der Entwickler soll das Gebäude später leicht zu warten sein und bei Lehrern und Schülern keine Wünsche offen zu lassen.Zum Schuljahresbeginn 2010 sollen die Kinder ihr neues Domizil mit Leben füllen. Drei Klassen pro Jahrgang sollen in dem Gebäude Platz finden. Den Grundschülern, die nach dem Flex-Konzept in den ersten Schuljahren jahrgangsübergreifend lernen, wird auch in der Schule nach dem neuen Raumkonzept eine überschaubare, verläßliche Umgebung geschaffen. Zum Klassenraum gehört noch ein angeschlossener Nebenraum für Teilungs- und Vertiefungsunterricht.

Eine Garderobe und ein eigenes WC vervollständigen das Ensemble und bieten den Schülern ein kleines Stück Zuhause in der Schule. Durch die Verbindung des Gebäudes mit der angeschlossenen Drei-Feld-Sporthalle, die Fachräumen, Schulbibliothek und Mensa vorbeiführt, kann im Schulalltag durch entfallendes An- und Ausziehen gerade bei den Kleinen viel wertvolle Unterrichtszeit gespart werden. Die Hohen Neuendorfer Abgeordneten haben sich nach langer und tiefgreifender Auseinandersetzung gemeinsam mit der Stadtverwaltung daran gewagt, in einem der wichtigsten Entwicklungsgebiete unserer Stadt die Weichen für eine nachhaltige Entwicklung von Kindern und Umwelt zu stellen.«

Quelle: http://www.hohen-neuendorf.de/ (Text vermutlich nicht mehr verfügbar.)

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